Bereits im September haben wir in unserem Blogbeitrag „Ideales Flugwetter – Aus Stromify wird StromiFly“ von unserer PV-Drohneninspektion berichtet. Wie angekündigt wollen wir euch in unserem heutigen Blogbeitrag einen Einblick in die Auswertung der Ergebnisse geben.

#throwback: Worum ging es nochmals bei unserer PV-Drohneninspektion?

Die PV-Drohneninspektion wurde gemeinsam mit Austrodrones und der Feuerwehr Bregenz durchgeführt. Die Feuerwehr Bregenz verfügt über eine hochmoderne Ausrüstung die im Rahmen eines Vorarlberger Pilotprojektes mit einem ähnlichen Setup zur Suche von vermissten Personen eingesetzt wird. Die eingesetzte Drohne hat eine Nutzlast von max. 5kg und kann damit bis zu 25 Minuten in der Luft bleiben. Nach einem ersten, durch den Piloten gesteuerten Überflug, fliegt die Drohne markierte Wegpunkte dann ganz vollautomatisch ab und nimmt mit der montierten Wärmebildkamera die PV-Anlage auf. Insgesamt wurden drei PV-Anlagen inspiziert, eine auf dem Betriebsgelände von illwerke vkw und zwei kleine PV-Anlagen von Stromify-Gewinnspielteilnehmer.

PV-Drohneninspektion – was ist das?

Die Inspektion einer Photovoltaik-Anlage kann mittels Drohne und einer Wärmebildkamera durchgeführt werden. Die Auswertung dieser Aufnahmen gibt einen Überblick über die Untersuchungsergebnisse dieser Thermografie-Inspektion. Dabei wurde die gesamte Anlage aus der Luft mit einer auf einem Multikopter montierten Infrarot-Kamera auf Temperaturunterschiede (Hotspots etc.) hin untersucht („Thermografie-Inspektion“). Die aufgezeichneten Daten der Wärmebildkamera wurden an Ucair zur Auswertung übermittelt und den Gewinnern anschließend zur Verfügung gestellt.

Auswertung – Die Methodik

Solarmodule werden schon seit vielen Jahren im Labor oder begleitend in der Produktion mit Hilfe von Thermografie auf Fehler untersucht. Optisch sind diese Fehler kaum oder gar nicht sichtbar. In der Thermografie können mit einer infrarotsensiblen Kamera kleinste Temperaturunterschiede gemessen werden. Diese Temperaturunterschiede zeigen je nach Größe und Ausprägung in der Regel Defekte oder Systemfehler an. Diese bewährte Methode wurde hier zur Untersuchung eines gesamten Photovoltaiksystems (PV-Anlage) herangezogen.

Mögliche Auffälligkeiten die dabei entdeckt werden können, sind z.B. Module mit Hotspots, die auf einen Zellriss, Zellbruch oder auf Verschmutzung schließen lassen. Daneben lassen sich ausgefallene Strings-/Substrings, Modulausfälle oder defekte Wechselrichter erfassen. Je nach Fehler können die Ertragsausfälle im hohen zweistelligen Prozentbereich sein.

Unsere Auswertungsergebnisse – was wir herausgefunden haben?

Die Auswertungsergebnisse der beiden Stromify-Kundenanlagen haben die Vermutungen der Vor-Ort-Drohneninspektion und der Live-Wärmebildkameraaufnahmen bestätigt. Es wurden bei den Kundenanlagen keine Fehler entdeckt und so konnte nur der reibungslose Betrieb bestätigt werden.  Somit hat die Auswertung für uns zwar wenige neue Erkenntnisse gebracht, aber unsere Stromify-Kunden sind „trotzdem“ zufrieden.

Bei der Großanlage im VKW-Werksgelände wurde vom Betreuerteam bewusst ein Fehler eingebaut, um die Testmethode auszureizen. Dieser Fehler – die Abschaltung einiger Strings – wurde am Wärmebild bei der Auswertung entdeckt und konnte so die Messmethode sowie die Vorgehensweise bestätigen. Speziell bei Großanlagen stehen die Kosten von ein paar hundert Euro zum Nutzen (Ertragsminderung von rund 1.500 Euro/Jahr) in einem guten Verhältnis, sofern die Anlage nicht sowieso mittels Monitoring-System fernüberwacht wird und damit eine laufende Überwachung den reibungslosen Betrieb sicherstellt.

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